Geistige Gesundheit unter Corona-Bedingungen

HEALTH.

FEB

09

2021

Die Krise geht uns auf den Geist. Deshalb sollten wir unseren Körper stärken – denn ein gesunder Körper hilft unserer Seele dabei, das bevorstehende Finale der Pandemie ohne Schäden zu überstehen.

Was können wir gegen die derzeit bei vielen Menschen grassierende Antriebslosigkeit tun? Ganz sicher eins: Noch mehr auf unsere Ernährung achten. Forscher haben beispielsweise herausgefunden, dass die Darmflora von DepressionspatientInnen anders ist als bei geistig gesunden Menschen. Steht die Veränderung am Ursprung der Depression oder löst die Depression die Veränderung aus? Das ist noch nicht klar – aber schon der Reformator und Kirchengründer Marthin Luther (1483 bis 1564) schrieb, dass aus «einem verzagten Hintern kein fröhlicher Furz kommt.» Wir können unser Mikrobiom, also die lebendige und vielfältige Kultur guter Bakterien in unserem Darm, mit dem Konsum viel biologisch und bodenfreundlich angebauter Rohkost pflegen und optimieren. Die enthaltenen Ballaststoffe halten den Darm in Bewegung und ernähren das Mikrobiom. Und die mitgelieferten Bakterien sind von der guten Sorte; sie helfen mit, die Vielfalt an gutem Leben in unserem Darm noch weiter zu bereichern. Man sollte diese Gedankengänge keinesfalls einfältig finden: Der Darm ist acht Meter lang und unser grösstes Organ. Es wurde vielfach nachgewiesen, dass er mit unserem Hirn eng und intensiv zusammenarbeitet. Deshalb sollten wir gut zum Darm sein, dann hilft er unserem Kopf über existenzielle emotionale Krisen hinweg.

Konkrete Dos:
Besonders im Winter viel grünes Gemüse, also geschmorter Grün- und Schwarzkohl und alle anderen Kohlarten. Salate mit Bitterstoffen wie Endivie, Rucola, Ciccorino. Am besten garniert mit Granatapfelkernen, die ebenfalls reich an Anti Oxidantien sind. Bei Salaten die Hälfte des Essigs mit frischem Zitronensaft ersetzen. Kefir und Joghurt aus dem Bioladen sind ebenfalls geeignet, das Mikrobiom zu pflegen. Bewegung ist wichtig für den Darm! Auch wenig Sport ist besser als gar kein Sport. Der Effekt auf den Geist tritt sofort ein. Man sollte dabei nicht an die verbrannten Kalorien denken, sondern daran, dass der Körper beim Sport macht, wofür er da ist: Sich bewegen (statt den ganzen Tag zu sitzen).

Konkrete Don’ts:
Hochprozessiertes Essen (alles zum Aufwärmen in der Mikrowelle, alles, das man einfach schnappen und vernaschen kann) wie auch im Gehen oder am Schreibtisch im Home Office verspiesenes Fast Food machen zuerst den Darm traurig und dann uns. Industrielles Essen enthält viel zu viel industriellen Zucker und Fette, die dem Körper fremd sind. Das Zauberwort gegen solche Undinge lautet: Meal Prep! Wenn du eh nicht ins Restaurant kannst, bereite dir doch parallel zum Abendessen gleich einen kleinen Lunch zu. Tipps dazu gibt es im Netz haufenweise.
Zum Abschluss ein Tip von Empowerment-Guru Christoph Schalk: «Versuchen Sie, als Vorbild durchs Leben zu gehen. Angst und Panik sind in einer Krise die schlechtesten Berater. Zeigen Sie Ihren Mitmenschen durch Ruhe und Ausgeglichenheit, dass diese Krise handhabbar ist.»

Stay safe!

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