Interview mit Valentin Thurn

Interview

OKT

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3. Welche gute Tat haben Sie zuletzt für die Umwelt getan?
Leider konnte ich ja nicht nach Zürich kommen, also habe ich mich mit den Vertretern des Züricher Ernährungsforums online getroffen, und wir haben eine gemeinsame Tagung vereinbart, auf der die Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Stadtverwaltungen im Bereich nachhaltige Ernährung erörtert und wissenschaftlich untersucht werden soll.

4. Health: Ihr ultimativer Geheimtipp in Sachen Gesundheit?
Täglich bewegen. Möglichst alle Wege mit dem Fahrrad, dann schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe.

5. Nehmen wir an, Sie sind sehr krank und haben die Wahl - wie fällt diese aus?
Langsam gesund werden auf natürliche Weise oder schnell gesund werden mit Medikamente
n.
Lieber langsam und ohne Medikamente. Ich würde aber auch dem ärztlichen Rat folgen, wenn ich in eine
akute Situation komme, in der es nicht mehr anders geht.

6. Future: Was war Ihre letzte Umweltsünde?
Ein Ferienflug nach Island. Die Schiffsreise wäre eine Qual für mich, weil ich schnell seekrank werde.

7. Bitte vervollständigen Sie den Satz: Du kannst etwas bewegen, wenn...
...du nur daran glaubst und bei dir selbst bleibst, es in deinem Inneren auch wirklich willst.

8. Food: Ihre Lieblingsspeise?
Da gibt es sehr viele. Ich liebe es, Länder auf kulinarischem Wege zu entdecken.

9. Dieses Gericht sollte man auf allen Speisekarten verbannen und zwar weil:
Brot aus gefrorenen Teiglingen, die aus Osteuropa oder China importiert werden. Suppen und Soßen aus
Fertigmischungen. Überhaupt alle hochverarbeiteten Lebensmittel aus der Fabrik. Sie enthalten zu viel
Zucker und Salz, oft auch Glutamat oder andere Geschmacksverstärker, die es unseren Kindern schwer
machen, den Geschmackssinn zu entwickeln, den wir brauchen für eine lustvolle Beschäftigung mit dem
Essen.

10. Diese Frage sollte endlich jemand in einem Interview stellen:
Wie ändern wir unser Ernährungssystem? Das ist natürlich komplex, aber es gibt Forschung dazu, dass
Regierungen tatsächlich die Möglichkeit haben, gegen das Interesse der Ernährungsindustrie und für das
Interesse der Gesundheit ihrer Bürger zu handeln, zum Beispiel der Kampf gegen die Adipositas in Finnland.

Trailer zum Film Taste the Waste von Valentin Thurn